Es war einmal... eine Ära in der Radio aus ZWEI Primetimes bestand - der Morningshow von 06:00 bis 09:00 Uhr und der Drivetime von 16:00bis 18:00 Uhr ---- Wie gesagt es war einmal.
Denn in den vergangenen Jahren konstatieren die Medienforscher einen deutlichen Wandel im Nutzungsverhalten der Radiohörer. Die "klassische" Einteilung in Morgen- und Nachmittagsspitze verändert sich deutlich und hat heute bereits keine Gültigkeit mehr.  Ein Vergleich der beiden Grafiken zeigt deutlich die Auswirkungen dieses geänderten Nutzungsverhaltens. Während im Jahr 1992 noch deutliche Spitzen, in der Mittagszeit und ab 16:00 bis 18:00 Uhr, zu erkennen sind, ist die Nutzung 2008 deulich linearer. Heute ist noch die Spitze in der Morningshow deutlich ausgeprägt, jedoch fällt diese nicht mehr deutlich ab um wieder punktuell anzusteigen, sondern bleibt bis ca. 17:00 Uhr relativ konstant und fällt dann ab. Welche Konsequenzen hat diese Änderung für die Programmstrategie der Zukunft? Klar ist das die Fläche, also die Zeit zwischen 09:00 und 17:00 Uhr, deutlich an Relevanz gewinnt. Es macht für Radioverantwortliche keinen Sinn mehr die Ressourcen in den ehemaligen Primetimes zu konzentrieren, sondern es wird immer wichtiger ehemalige Randzeiten zu stärken.
Auf der einen Seite haben wir die Aufgabe die Beruftstätigen (Officelistener) stärker, als bisher, in unsere Planung einzubinden. Auf der anderen Seite müssen wir versuchen die Hörer, die jetzt in den Abendzeiten verstärkt das Internet nutzen, wieder stärker an das Radio zu binden, indem wir Zusatznutzen den Radio parallel zum Internet zu bieten hat stärker herausarbeiten.  Es wäre sicher verfrüht von einem Paradigmenwechsel zu sprechen, aber es ist unübersehbar das wir unsere Strategien, zur Hörerbindung und die Verteilung der moderativen und redaktionellen Ressourcen, verändern müssen. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung, bitte nutzen sie das Kontaktformular *alle Grafiken mit freundlicher Genehmigung der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien
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