Die Zukunft des Radios "Gedanken" Radio muss sich angesichts der veränderten Mediennutzung und der neuen, jetzt verfügbaren Medien verändern ohne seine Stärken zu vernachlässigen!Was soll das bedeuten?
Ganz einfach der Radiomanager des neuen Jahrtausends muss flexibel auf die Anforderungen des sich verändernden Marktes reagieren. Dazu ist es unumgänglich nicht nur die Veränderungen des eigenen Mediums (Konkurenzanalyse) sondern des gesamten verfügbaren Medienportfolios in seinem Sendegebiet und darüber hinaus zu beobachten und die Möglichkeiten die sich Ihm hier bieten konsequent zu nutzen. Wie soll das praktisch funktionieren?Hier darf es keine Eitelkeiten geben die den modernen Radiomanager daran hindern sich Hilfe ins Boot zu holen. Das kann ein externer Berater, ein Marktforschungsinstitut, ein Kollege oder auch eine Organisation sein. Die Hauptaufgabe wird in Zukunft nicht darin bestehen neue Ideen oder Formate zu entwickeln, natürlich auch, aber der Schwerpunkt wird darin liegen aus den unzähligen Möglichkeiten die sich bieten sein Programm zu positionieren, die richtigen Werkzeuge und Inhalte auszuwählen die Radio auch im 21 Jahrhundert unique werden lassen. 
Welche Stärken hat Radio denn im neuen Medienmix?Musik? NEIN!
Musik kann sich jeder Internetuser an jeder Ecke im Web nach seinem eigenen Gusto herunterladen, und wenn Napster geschlossen wird, heißen die Anbieter eben Gnutella oder was auch immer da noch kommt. (Diese Gedanken sind aus dem Jahr 2001, Napster ist mittlerweile legal und die Downloads gibt es via bitorrent und Usenet usw. an der Grundproblematik hat sich jedoch nichts geändert.) Interaktivität! NEIN!
Das Inter in Internet ist schon längst auch ein Synonym für Interaktivität. Egal ob Chat, Newsgroup, ICQs oder, oder, oder. Hier kann jeder mit jedem zu jeder Zeit über alles kommunizieren.
Information! NEIN!
Wenn es jemals ein Informationsmedium gab dann das Internet. Natürlich ist die Fülle der Informationen unendlich aber dieSuchfunktionen werden auch immer besser, also hier geht nichts.
 Unterhaltung NEIN!
Auch Entertainment gibt es im Netz im Überfluss. Von der Witzseite bis zum Pornoanbieter, vom neuesten Kinofilm bis zur Harald Schmidt Show gibt es alles.
NEIN! NEIN! NEIN! NEIN! Also ist Radio doch überflüssig? Im Gegenteil Radio kann all das, mehr oder weniger gut leisten. Aber der wichtigste Punkt ist............................
PERSONALITY!!!!!!!!!!!! Vergessen wir doch nicht warum die Menschen Radio hören. Ja wir schaffen Theater im Kopf, Ja wir informieren, Ja wir lassen unsere Hörer zu Wort kommen und im Idealfall helfen wir Ihnen. Aber warum hören Menschen noch immer und immer mehr Radio? Weil da Menschen sind...
•mit denen sie kommunizieren,
•die Vorbildfunktion haben, •die witzig sind, •die alles wissen, •die jeden kennen,
•und die nur mit mir reden.
Radio ist ein BAUCHMEDIUM und dieses Bauchgefühl kann kein anderes Medium transportieren! Die Wissenschaft lehrt uns das zwischen 80 & 95% unserer Entscheidungen vom limbischen System, also unbewusst gesteuert werden.
Außerdem ist Radio ein so wunderbar passiv zu nutzendes Medium. Ich muss als Hörer doch nur einschalten und den Rest besorgt dann die Frau oder der Mann im Radio. Er wählt für mich aus, welche Information wichtig ist. Welcher Normalbürger sollte denn in der Lage sein die immer größer werdende Informationsflut zu sortieren, zu kanalisieren und in eine für Ihn verständliche Form zu bringen. Es ist doch auch prima wenn ich gesagt bekomme welche Musik gerade besonders gut, hip, schön, oder erfolgreich ist, ein eigener Geschmack war schon immer etwas anstrengender.
Neueste Studien (RAB Studie) belegen das gerade junge Nutzer von MP3 Playern / Ipods verstärkt Radio nutzen um Hilfestellung bei der Musikauswahl für das mobile Device zu erhalten!  "... allen Unkenrufen zum Trotz sind i-Pod und Co. auch keine Konkurrenz fürs Radio. Im Gegenteil: Gleich mehrere aktuelle Studien belegen: Der Besitz eines MP3-Players verringert die Radionutzung nicht. Im Gegenteil – die Besitzer eines i-Pods hören intensiver und länger Radio. Zu diesem Ergebnis kommt nicht nur das Amsterdamer Rundfunkunternehmen SBS Broadcasting in seiner Studie „Metropolitan Youth Studie“. Auch die Gattungsinitiative Radio Advertising Bureau in Großbritannien hat in einer Face-to-Face-Befragung ermittelt, dass der i-Pod-Hype schon drei Monate nach Kauf nachlässt. Ein weiteres viertel Jahr später greift der Nutzer sogar stärker zum Radio als zum MP3-Player. Denn: MP3-Player und „i-Podder“ brauchen Tipps für neue Musik, die sie aktiv downloaden können. Die Navigatorfunktion von Radio kommt hier zum Tragen" * text ** GrafikWie schön ist es einen Kommentar zu aktuellen Ereignissen zu bekommen den ich dann bei Kollegen, Freunden, Bekannten zum Besten geben kann. Warum sollte ich mir selbst einen witzigen Spruch einfallen lassen wenn der Kerl oder die Frau im Radio doch prima Gags liefert.
VERGESSEN WIR NICHT DER MENSCH AN SICH IST FAUL!!!!!!
Und das ist gut so! Radio ist ein so wunderbar bequemes Medium, einschalten und Autofahren, bügeln, ein Buch lesen, aufräumen, lernen, im Internet surfen und so weiter und so weiter und so weiter. Ich tue nichts und bekomme alles und was ich nicht bekomme nun ja dafür gibt es Zeitungen, TV und das Internet... HERZ WAS WILLST DU MEHR? * Quelle: www.radiozentrale.de ** Quelle: www.rab.co.uk |